Kölnische Bibliotheksgesellschaft
Gründung der „Kölnischen Bibliotheksgesellschaft“
Am 13. Oktober 2003 fand in der Universitäts- und Stadtbibliothek die Gründungsversammlung der „Kölnischen Bibliotheksgesellschaft“ statt, die als Förderverein für die größte Hochschulbibliothek des Landes Nordrhein-Westfalen fungieren soll.
Als primäre Aufgabe nimmt die USB bekanntlich die Literaturversorgung der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Studierenden der Kölner Universität wahr. Darüber hinaus sind alle Bürger der Stadt als Benutzer willkommen. Obgleich von der Gewichtung her die erstgenannte Zielgruppe im Vordergrund steht, sieht sich die USB auch als Bewahrerin der Bücherschätze, die ihr und ihren Vorgängereinrichtungen im Verlauf der letzten 200 Jahre übereignet wurden. Dank dieser Schenkungen verfügt die Bibliothek heute über den umfangreichsten historischen Buchbestand im Rheinland.
Unter den rund 3,3 Millionen Bänden, die inzwischen auf den Regalen der USB verwahrt werden, ist nicht nur die Literatur für Forschung und Lehre an der Universität gut vertreten, auch der sogenannte „Altbestand“ erfreut sich lebhafter Nutzung. Mit dem „Lesesaal Historische Sammlungen“ ist ein eigenes Benutzungszentrum im Erdgschoss des Gebäudes für die Konsultation der wertvollen Drucke eingerichtet worden.
In Anbetracht dieses Reichtums an historischem Buchgut, das die USB nicht nur für buchgeschichtliche Studien, sondern für alle Wissenschaftsfächer anbietet, möchte die USB mehr als bisher auf die Öffentlichkeit zugehen und um Unterstützung für ihre Belange werben. So wie die Museen die Sammelstätten für den Kunstbesitz der Domstadt sind, so sieht sich die USB auch als Pflegestätte des bürgerlichen Buchbesitzes der Stadt, dem sie durch ihr langfristiges Engagement eine Permanenz zu geben vermag.
Um die Bibliothek einem größeren Kreis von Kölner Bürgerinnen und Bürgern bekannt zu machen, war der Beschluß gefasst worden, den Förderverein „Kölnische Bibliothekgesellschaft“ ins Leben ztu rufen. Dieser in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins fungierenden Gesellschaft soll die Aufgabe zukommen, die Arbeit der USB ideell wie materiell zu unterstützen. Anspechen will man alle Interessenten, denen als Bürger ein Engagement für die bedeutendste Bibliothek der Domstadt ein Anliegen ist.
Auf der Gründungsversammlung wurde Herr Dr. Jürgen Wilhelm (Geschäftsführer, Deutscher Entwicklungsdienst) zum Vorsitzenden und die Herren Michael Wienand (Wienand Verlag) und Karl-Heinz Knupfer (Auktionshaus Venator & Hanstein) zu seinen beiden Stellvertretern gewählt. Dem neunköpfigen Vorstand gehören zudem Frau Dr. Kristin Lammerting sowie die Herren Konrad Adenauer, Dr. Ingo Ellgering, Dr. Gernot Gabel, Hanns Georg Schmitz-Otto sowie der Leiter der Bibliothek, Herr Professor Dr. Wolfgang Schmitz, als kooptiertes Mitglied an. Der Jahresbeitrag wurde auf 25 Euro festgesetzt.
Interessenten an der „Kölnischen Bibliothekgesellschaft“ wenden sich bitte an die Geschäftsstelle der
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Universitätsstr. 33, 50931 Köln, Tel. 470-2260.
Gernot Gabel
(Beitrag veröffentlicht in: ProLibris, 8.2003, S. 173.)
